„Ich habe noch nie ein Tennisspiel gesehen, ich freu mich drauf“, sagt ein 16-Jähriger aus der der Jugendwohngruppe „Villa Süd“ aus Huchting zu Beginn des Spiels. Für ihn und vier weitere Jugendliche und ihre Betreuerin startet so am Freitag, 2. August das Spielspektakel des Bremer Tennis-Clubs von 1912 in Schwachhausen. Der Gegner des heutigen Tages: Blau-Weiß Berlin. Für einen Großteil der Jugendlichen war dies das erste Tennisspiel, dass sie live gesehen haben. Die Aufregung war groß. Schon am Eingang wurden alle vom Förderverein nett begrüßt und die Jugendlichen durften sich nicht nur über ein weißes Tennis-Shirt freuen, sie erhielten für den Tag auch noch einen Verzehrgutschein.

 

Auf dem Spielfeld angekommen wurden erst einmal gute Plätze zum Anfeuern des Bremer Vereins gesucht. Bei Tennispunktspielen in der zweiten Bundesliga werden jeweils sechs Einzel- und anschließend drei Doppelspiele gespielt. Die jeweils ersten Sätze des Einzelspiels gewannen die Bremer mit einem 5:1 Vorsprung. Die nächsten Spiele wurden dann von den Jugendlichen genutzt, sich mehr und mehr mit den Regeln des Tennis auseinanderzusetzen. Aufschlag, Punkt, Vorteil auf und Spiel waren alles neue Begriffe und die Jugendlichen fieberten immer mehr mit. Bei Sonne und kühlen Getränken war dies ein gelungener Einstieg in den Tennissport, der nachher mit einer Spende des Tennis-Clubs von 1912 in Höhe von 150 Euro zugunsten der Jugendlichen der Wohngruppe „Villa Süd“ noch gekrönt wurde. „Es war ein sehr schöner Tag und es hat Spaß gemacht so spektakulärem Tennis zuzusehen“, sagte eine der Jugendlichen am Ende zur Scheckübergabe. „Wir werden gemeinsam etwas Schönes mit dem Geld machen“, berichtete sie weiter. Beim Gruppenabend wird mit allen Jugendlichen demokratisch entschieden, wofür das Geld investiert wird. Aktuell ist eine Playstation im Gespräch.

 

Wir danken dem Verein 1912 für ihre Gastfreundschaft und ihr großes Engagement im Förderverein. Für mindestens einen der Jugendlichen wird es mit Sicherheit nicht das letzte Mal sein, dass er auf dem rotem Sandplatz stehen wird.

 

Text/Foto: Steffen Rieke