Mädchengruppe Heymelstraße 2017-02-01T15:36:40+00:00

Jugendwohngruppen

Mädchengruppe Heymelstraße

Angebot

Die Jugendwohngemeinschaft ist für Mädchen und weibliche, minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Asylbewerberinnen ab 16 Jahren. Ziel der Unterbringung in dieser stationären Wohngruppe ist die Versorgung, Betreuung, Erziehung und Förderung von jungen Frauen, die zum einen in ihrem jetzigen Lebensraum nicht mehr diese Unterstützung und Förderung bekommen, zum anderen ohne Eltern nach Deutschland eingereist sind und auf keine familiäre Unterstützung zurückgreifen können. Im Vordergrund steht dabei die längerfristige Verselbstständigung und der Übergang in ein eigenständiges Leben. Der Träger stellt die Anleitung zur Selbstversorgung und Verpflegung mit Lebensmitteln der Mädchen sicher.

Die Vielzahl kultureller und ethnischer Hintergründe, religiöser und weltanschaulicher Orientierungen, erfordert eine grundlegende Sensibilität für kulturell geprägte Bedürfnisse. Neben einem soliden pädagogischen Fachwissen bildet die transkulturelle Kompetenz der Fachkräfte die Grundlage für die Arbeit.
Die jungen Frauen benötigen zuverlässige Kontakte zu erwachsenen Bezugspersonen, die Halt und Sicherheit vermitteln – bei gleichzeitigem Respekt vor der individuellen Persönlichkeit und Biografie.

Haus und Umfeld

Die jungen Frauen wohnen in einem Reihenendhaus in einer sehr ruhigen Wohngegend in Horn/Schwachhausen. Das Haus erstreckt sich über 3 Etagen. Zu dem Haus gehört ein großer Garten. Die Mädchen wohnen in Einzelzimmern und nutzen gemeinsam die Küche, das Wohnzimmer und sanitäre Bereiche. Zudem gibt es ein Mitarbeiterinnen-Büro und einen Besprechungsraum.
Alle Räume sind altersangemessen und der jeweiligen Funktion entsprechend ausgestattet.

Die Zimmer der Bewohnerinnen verfügen über Betten, Schreibtische, Kleiderschränke, Regale, Tische mit Stühlen. Die Gemeinschaftsräume sind mit dem betriebsüblichen Inventar wie Sitzgruppe, Tische, Stühle, Fernseher, Telefon, PC mit Internetzugang etc. sowie mit Spiel- und Beschäftigungsmaterial ausgestattet. Die Küche ist ebenfalls voll ausgestattet. Das Haus ist voll unterkellert. Hier stehen eine Waschmaschine, ein Trockner und ein großer Gefrierschrank zur Verfügung.

Das Team

Das Team setzt sich aus vier Sozialpädagoginnen aus unterschiedlichen Kulturen und mit unterschiedlichen Zusatzausbildungen zusammen. Darüber hinaus wird das Team mit 5 Stunden von einer Psychologin begleitet, die auch für die Bewohnerinnen Ansprechpartnerin ist. Das Team erhält regelmäßige Fachberatungen durch die Bereichsleitung und Psychologin, sowie Teamsupervisionen. Es finden wöchentlich Teamgespräche sowie kollegiale Beratungen statt, um die Qualität des pädagogischen Handelns zu sichern.

Konzeption

Die jungen Frauen werden an sieben Tagen in der Woche von pädagogischen Fachkräften betreut. In den ersten sechs Monaten gab es Nachtbereitschaften, seit dem übernehmen die Mitarbeiterinnen Rufbereitschaften. Sie schaffen eine Tagesstruktur, die es den Mädchen ermöglicht, sich zu orientieren und Halt zu finden. Sie unterstützen die jungen Menschen in ihrer Entwicklung und berücksichtigen dabei die individuellen Problemlagen und Erfordernisse. Sie leiten Fördermaßnahmen ein und erstellen Handlungspläne, die an den jeweiligen Kompetenzen, Bedürfnissen und Zielen ausgerichtet sind.

Zur Versorgung gehören als Basis Wohnraum, Kleidung, Ernährung und Gesundheit. Die Entwicklungsförderung umfasst alle lebenspraktischen Bereiche und die Förderung der Persönlichkeit. Ein weiteres zentrales Element ist die psychische Stabilisierung. Diese erfolgt durch einen sicheren und verlässlichen Rahmen mit klarer Tagesstruktur und tagesfüllender Beschäftigung sowie durch eine psychologische Betreuung vor Ort. Es gilt, dem Tag einen Sinn zu geben, kleine Erfolge zu ermöglichen und diese sichtbar werden zu lassen. Die positive und zielgerichtete Grundhaltung schützt vor psychischer Destabilisierung und hilft bei der Entwicklung von Ideen. Die Betreuung erfolgt in Form von Einzel- und/oder Gruppenarbeit.

Die Jugendwohngemeinschaft wird pädagogisch begleitet durch die lebenspraktische Unterstützung und Anleitung im Alltag, wie das Zubereiten von Speisen, das für einen Teil der Mädchen eine wichtige Verbindung zu ihrer Heimat ist. Daher werden die kulturellen und religiösen Hintergründe (wie Bräuche, Regeln) beim Einkauf der Lebensmittel und Kochen beachtet und gewürdigt.

Damit es zu einer selbstverständlichen Akzeptanz und einem gelingenden Miteinander kommt, ist eine offensive Informationspolitik und eine aktive Kontaktaufnahme seitens der Einrichtung in die Nachbarschaft hinein ein Bestandteil der alltäglichen Arbeit, wie Beteiligung an Aktivitäten in der Nachbarschaft und dem Stadtteil, Feste gemeinsam feiern, Angebote in der Nähe nutzen etc.

Kontakt

Mädchengruppe Heymelstraße
0421 96038277
maedchengruppe@alten-eichen.de