02.05.2017  Von März 2014 bis heute wurde das Angebot der Inobhutnahme- und Clearingstelle in den Wohncontainern in der Berckstraße betrieben.  Seit 2011 war die Zahl der jugendlichen Flüchtlinge in Bremen sprunghaft angestiegen, von 40 bis 50 pro Jahr auf zuletzt 495 in 2014. Dadurch war die Zentrale Aufnahmestelle des Landes Bremen (ZASt) völlig überbelegt. Der Verbund aus vier Jugendhilfeträgern: Alten Eichen – Perspektiven für Kinder und Jugendliche gGmbH; Caritas-Erziehungshilfe gGmbH; Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Bremen e.V., Jugendhilfe; JUS – Jugendhilfe und Soziale Arbeit gGmbH nahm am 31.03.2014 die sozialpädagogische Arbeit in der Inobhutnahme- und Clearingstelle in der Berckstraße auf.

Hier einige Fakten:

  • Es gab neben einem großen Sommerfest noch viele kleine Feste (Geburtstage, Weihnachten, Silvester, Zuckerfest, Ramadan etc.) zu feiern;
  • Durchführung der großen Sommer Aktion, dem Skateboard-Workshop;
  • Filmbericht über die ION in „buten un binnen“;
  • Besuch des Bürgerschaftspräsidenten Christian Weber und des Bürgermeisters Jens Böhrnsen vor Ort;
  • Einsatzort für viele Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichsten Ländern und Berufsfeldern mit unterschiedlichen Sprachkompetenzen, Erwartungen und Vorstellungen;
  • Es gab aber auch Krisensitzungen mit der Polizei und der Behörde.

Bei den meisten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen wurden die individuelle psychische, gesundheitliche und schulische Situation abgeklärt sowie Anschlussmaßnahmen erarbeitet, die für den einzelnen jungen Menschen eine angemessene Perspektive bedeuten.

Im Mai 2016 sollte die ION schon einmal geschlossen werden. Nach einwöchigen Verhandlungen mit dem Sozialresort und den Trägern wurde vereinbart, die Arbeit um ein weiteres Jahr zu verlängern.
Es war immer zum Wohle der jungen Menschen, um ihren schwierigen Lebenssituationen nach der Flucht und ohne Eltern in einem fremden Land gerecht zu werden. In der ION Berckstraße haben sie einen Ort des Schutzes, der Sicherheit und Zuverlässigkeit erlebt. Viele haben von hier aus ihren positiven, weiteren Weg starten können.