05.12.2015

Zeit heilt nicht alle Wunden. Wenn Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, leidet die Seele. Wie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer damit umgehen sollten, darüber hat die Psychologin Margarete Udolf vom Bremer Institut für Traumapädagogik in der Friedensgemeinde vor Ehrenamtlichen gesprochen. Ereignisse, bei denen sich Menschen hilflos oder ausgeliefert fühlen, bei denen sie großes Entsetzen oder Todesangst empfinden, können Traumata zur Folge haben, sagt Margarete Udolf.

Derzeit bekommen Flüchtlinge nicht ausreichend Hilfe, um ihr Trauma zu bewältigen, weiß die Expertin. Es gebe zu wenig Geld für Therapien, zu wenige Therapieplätze und für die wenigen Plätze, die es gibt, zu lange Wartezeiten. Das müsse sich ändern.

Pressemitteilung